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Sonntag, 25. Januar 2009

Ein- und Ausblicke




Aranzazu fragte mich an unserem letzten gemeinsamen Abend, was mir denn in Barcelona von all dem, was ich gesehen habe, besonders oder am meisten gefallen hätte. Ich konnte ihr zuerst gar nicht antworten, zu viele Eindrücke waren auf mich eingestürzt.
Nach einigem Nachdenken, wusste ich, was mich so begeisterte: Es waren neben den beschriebenen Klängen, neben der Begegnung mit der Architektur Gaudis, der anderen architektonischen Vielfalt und dem pulsierenden Leben von Barcelona, die immer wieder für mich völlig unerwarteten Ein- und Ausblicke überall in der Stadt.

War es der
am Morgen auf den Hafen, der am Vormittag in einen Innenhof, der am Mittag in eine der Gassen, der am Nachmittag von einer Terasse oder der am Abend von einem der Hügel auf die Stadt. Stets überraschten sie mich mit ihren Perspektiven und Lichteffekten: Das warm strahlende Fenster in der Sagrada Familia, der klar konstruierte Fisch von Gehry, der zauberhafte Innenhof vom Barrì Gòtic mit seinen Orangenbäumen, die geometrisch angeordneten Säulen im Park Guell, das schmiedeeisene Gitter des Balkons im Casa Batlló, die verzierte Holzdecke im Palau del Lloctinent, die sich öffnende Brücke am Yachthafen oder Barcelona beim Sonnenuntergang von der Sagrat Cor aus gesehen.

All das konnte ich in diesem Moment, da ich gefragt wurde, nicht im Detail aufzählen. Aber ich sagte ihr noch: Es sind auch die freundlichen Menschen, die mir in Barcelona begegneten: der Busfahrer, der mir Erklärungen in Englisch gab, die Verkäuferin, die mich beim Einkauf gut beriet, die Kellnerin, die meine Kamerabatterie selbstverständlich auflud und, und und...
So bleibt mir für Barcelona zum Schluss nur zu sagen: Danke, dass ich dein Gast sein durfte. Mir ist, als müsse ich dich in ein Gedicht fassen. Die Worte formen sich. Aber sie werden wohl nicht ausreichen, um deine Schönheit, Mannigfaltigkeit und Besonderheit zu beschreiben.

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Freitag, 16. Januar 2009

Ich bin dann mal wieder weg











Die letzten 2 Wochen meiner Auszeit haben begonnen. Wie schnell ein halbes Jahr verfliegt, ich staune. Und wie gut es es doch war, es so intensiv erleben zu können. Im Moment schwanken die Gefühle- auf der einen Seite würde ich diese wunderschöne Zeit der Begegnungen und Berührungen mit Menschen aus vielen Ländern und das Entdecken von bzw. in diesen am liebsten noch eine Weile fortsetzen.
Es gibt zudem kaum einen Tag, da ich das Englische nicht nutze, ob am Telefon oder beim Schreiben der Mails und die Berührungsängste mit der Sprachpraxis sind völlig gewichen. Das stimmt heiter und ich wünsche von mir selbst, immer wieder Möglichkeiten zu finden, dem Englischen zu begegnen.

Auf der anderen Seite freue ich mich nach all den Reisen und Projekten auch wieder auf eine gewisse Stetigkeit in meinem Alltag, die mit dem Eintritt in den Schuldienst sicherlich schnell einziehen wird. Wie gut, dass meine bisherige Schule mich erneut aufnehmen kann, und sei es erstmal nur für ein halbes Jahr, dann wird weiter gesehen.

Bevor ich mich nachher nach Madrid und Barcelona aufmache kann ich schon ein kleines Rèsumè meiner Reisezeit ziehen: Alles, was ich von ihr erwartete, erfüllte sich oder ging sogar darüber hinaus. Dieses vergangene halbe Jahr gehörte zu den bereicherndsten, eindrucksvollsten und fröhlichsten in meinem Leben und ich danke rückwirkend noch einmal allen unter euch, die mich einst ermutigten, mich aufs Eis zu wagen, allen voran Bärbel, von der letztlich die Idee stammte...

Seid mit einem Blick aus dem Karower Fenster und auf die Teiche hier lieb gegrüßt, fast schon aus dem 9 Grad kühlen Madrid, von dem ich ein Fenster- und Stadtbild bestimmt nachreiche.


Freitag, 17. Oktober 2008

Time to say goodbye










Fotos: Meine letzte Klasse: Natalja (France), Julie (France) , Cathriona (teacher), Ruedi and Carmen (Switzerland), Rafael (Spain), Francois (Belgium), Vincent (Belgium); Beim Abschiedsabend: Francois, Rafael, Julie,; meine beiden Mitbewohner und "Bodyguards Stefano und Christian (Italy); Carmen und Carina (France), die ein halbes Jahr hier studieren


Dear friends and mates,


three months at ALS are over now and time is come to say goodbye. I do it with mixed feelings. On the one hand the time at school and here in Galway was quite amazing, on the other hand I miss my family and friends. Sometimes I hink: Time flew and I wish I could roll back the clock but than I think about all the people who are waiting for me at home in Germany and I`m looking forward to hugging them.

I´d like to thank the competent and high motivated staff of ALS who encouraged and challenged us, motivated or helped us when we felt upset and gave us the break to improve our English in different ways. Thanks for all classes including the free cultural classes, free vocabulary classes or singing classes and all the well- organized activities like our trip to Aran Islands, the afternoon walking tour or the cruise on the river.

I´d like also to thank you, the students from all the different countries I met at school. Thanks for your kindness, company and excellent teamworking. I suppose our cooperation was more then beeing on good terms- I felt respect, tolerance and heartiness. Most of all I enjoyed our interesting conversations (including girl talks) and discussions and all the moments we laughed together. Thanks for the unforgettable time we spent together and a special thank for your friendship, dear Eliana, Aranzazu and Josep. I´m looking forward to meeting you again in January in Spain.

I`d like to send you all on your way with an old Irish blessing.


May love and laughter light your days,
and warm your heart and home.
May good and faithful friends be yours,
wherever you may roam.
May peace and plenty bless your world
with joy that long endures.
May all life's passing seasons
bring the best to you and yours!


All the best to you. Take care, yours Elke from Germany

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Mittwoch, 15. Oktober 2008

Two hands a heart and a crown



















Fotos: Eyre Square, Claddagh, Universität, Corrib- Fluss

In drei Tagen verlasse ich Galway (Cathair na Gaillimhe), die Stadt, die mir für 11 Wochen ein Zuhause war und die zu den am schnellsten wachsenden Städten Europas gehört.

Vor den Toren dieser Stadt lag einst Claddagh, ein kleines Fischerdorf. Dort entstand, sicherlich nicht nur der Legende nach, der Claddagh- (Finger)Ring, einer der bekanntesten Symbole Irlands. Zwei Hände halten ein Herz, auf dem eine Krone sitzt. Wird er an der rechten Hand getragen und das Herz zeigt zu den Fingerspitzen, bedeutet dies: „Ich suche nach einem Partner“ oder "Ich biete Feundschaft". Wird er rechts getragen, mit dem Herz zum Träger weisend, erzählt dies: „Ich bin bereits vergeben!“ An der linken Hand ist der uns bekannte Trauring. Im Übrigen ist es eine (noch) verbreitete Tradition, sich zu verloben und der Verlobungsring ist viel wertvoller als ein Ehering. Ist dies ein Claddagh- Ring, wird er oft von der Mutter an die Tochter weiter gegeben. Schöne Tradition!

Die reichen Clans (Tribes), die im Mittelalter in Galway das Sagen hatten, sind hier nicht mehr zu finden, auch wenn die Fahnen mit ihren Namen auf dem Hauptplatz, dem Eyre Square, wehen. Dieser Platz bildet das lebendige Zentrum der Stadt, dort sitzen die jungen Leute bei schönem Wetter in ihrer Mittagspause, treffen sich die Touristen zum Stadtrundgang oder die Galwayer zum Shopping.

25% aller Einwohner sind Studenten der hiesigen ehrwürdigen und doch so modernen Uni, des Institutes für Technologie oder der drei Sprachschulen. Da quirlt das Leben, besonders abends, in den Pubs und Discos. Aber auch die zwei großen Kinos, die Theater, das Museum, die vielen Konzerte, Ausstellungen oder Festivals machen das Flair dieser Stadt aus.

Es ist die westlichste aller irischen Städte und die heimliche Kulturhaupstadt Irlands. Ich mag die Shopping Street mit ihren Musikanten ebenso wie die kleinen Gassen, direkt an einer großen Bucht gelegen. Umgeben von Bergen und eingebettet in eine ganz spezielle Landschaft zwischen Kargheit und grüner Fülle, mit Seen und Wäldern, ist Galway mit seinen über 70.000 Einwohnern eine Stadt zum Verlieben.

Als ich gestern bei strahlendem Sonnenschein an der Claddagh mit ihren bunten Häusern aus den 30-ern saß und ein bisschen wehmütig an den bevorstehenden Abschied dachte, träumte ich auch beim Rauschen des Corribs auch schon ein wenig von einem Wiedersehen. #
Den Chladdagh- Ring trage ich übrigens an der rechten Hand... Logisch.

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Sonntag, 20. Juli 2008

Reiseunterlagen

Ferien! Endlich! Diesmal besonders ersehnt!

Gestern sind die Reiseunterlagen eingetroffen- unter anderem mit ersten Angaben zu meiner Gastmutter: Sie heißt Delia, wohnt in der Beach Avenue direkt in Galway, ist Hausfrau und hat drei erwachsene Söhne, die nicht mehr im Hause bei ihr leben (Also könnte sie mein Alter sein). Sie mag Soccer... :-) und Gaelische Spiele. (Was sich auch immer dahinter verbirgt.)

Was ich wohl als Gastgeschenk mitnehme? Für Vorschläge wäre ich dankbar. Gut, dass ich schon am Wochenende in Galway bin, dann kann ich den Schulweg ausprobieren und mir die Luft dort erschnuppern, bevor am 5. August der Intensivkurs an der Schule beginnt.


Am 4. August ist August Bank Holiday- Wikipedia hilf! Es gibt drei dieser gesetzlichen Feiertage jeweils am 1. Montag vom Juni, August und Oktober. Zur Geschichte: 1871 hat ein gewisser Sir Lubbock diese Tage eingeführt. Er war begeisterter Cricket- Spieler und war der Überzeugung, dass den Bankmitarbeitern die Gelegenheit gegeben werden sollte, an den in der Region geplanten Wettbewerben in dieser Sportart auch teilzunehmen.

PS. Interessiert sich A. Merkel nicht für Fußball? Man sollte ihr die Einführung eines "Football Holiday"- aber in jedem Monat empfehlen. :-)

Sonntag, 20. April 2008

Einladung

Ihr Lieben da alle, die ihr diesen Blog entdeckt:

In nur drei Monaten um diese Zeit ist das Schuljahr vorüber und ich werde anfangen, die Koffer zu packen. Einzupacken. Auszupacken. Umzupacken.
30 Kilo für 12 Wochen. Sooo viel? Sooo wenig?

In mir beginnt sich schon jetzt eine Aufregung breit zu machen, die sicherlich der entspricht, die Teenager empfinden, wenn sie für ein Jahr nach England gehen. Oder in die Staaten. Oder nach Australien. Mich führt es ja nur für ein viertel Jahr "um die Ecke", nach Irland.
Aber sprecht dieses Wort einmal langsam vor euch hin: I R L A N D.

Noch langsamer! Ja, so. In mir summt dieses Wort. Vielleicht habt ihr Lust, mich zu begleiten, wenn es richtig in mir beginnt zu singen, dieses Irland. Vor,während und nach meiner Reise Richtung "My Galway". Fühlt euch eingeladen, hier ab und zu zu stöbern.

Eure E.