
Mich zieht es in die Aus-Zeit, in die ferne Nähe, nahe Ferne.
Vor zwei Jahren hat mich Irland, hat mich Galway, infiziert und seitdem kann ich nicht anders: Ich MUSS zu dir, das du mein zweites Zuhause bist. Nur noch 6 Wochen...
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Neues aus dem Reisetagebuch

Wie lange braucht ein Mensch um irgendwo „anzukommen“?
Bei mir dauerte dies nur Minuten, so schnell fühlte ich mich wieder zu Hause auf der Insel ganz in Grün. Das freundliche Lächeln der Menschen, der vertraute Klang des irischen Englisch, die hunderte kleinen Steinmauern, der lebendige Klang der irischen Musik aus den Pubs und der fast vergessene Geschmack des Sodabrotes und, nicht zu vergessen, der verhangene Himmel mit seinen kräftigen kurzen Sommerregen. Ich umarme die Stadt, meine Englischlehrer mich, meine Gastmutter Delia und ich einander.
Angekommen. Und fündig geworden am 2. Reisetag: Nein, ich meine nicht das gesichtete riesige rostige Wrack des großen Containerschiffes, das 1960 auf bei starkem Sturm auf ein Riff lief und dessen Besatzung gerettet wurde. (Die Ladung Whisky blieb dagegen für immer verschollen). Es geht mir um die drei Aran-Inseln, zu denen ich unterwegs war, und die durch ihre Einmaligkeit als Juwelen in der Bucht vor Galway bezeichnet werden. Um zu der kleinesten von ihnen zu gelangen, braucht man ein wenig Geduld bei der dreiviertelstündigen Busfahrt und darf auf der etwa einstündigen Fahrt mit der extrem schwankenden Fähre nicht zu doll seekrank werden. Beim Näherkommen öffnet sich der Blick auf 10km² einer ganz eigenen und sicherlich auch einmaligen Welt, in der jahrhundertealte Traditionen auf die moderne Welt stoßen.

















